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Hochzeitsbrauch – Antennenfähnchen

Ein ähnliches Ziel wird mit dem Verteilen von Antennenfähnchen angestrebt. Während sich die Hochzeitsgesellschaft zum ersten Mal vollständig im Heim des Brautpaares oder einer Gastwirtschaft versammelt, wird hier jemand dazu abgestellt, die Antennen an den Fahrzeugen aller Gäste mit kleinen Fahnen zu schmücken. Diese können aus Papier,...

Hochzeitsbrauch – Die weiße Wand

Ein moderner Brauch ist das Aufstellen einer „Weißen Wand“. Hierzu wird Papier oder Stoff auf einen Rahmen gespannt und von allen Hochzeitsgästen mit deren Unterschriften, Grußformeln und Glückwünschen unterschrieben. Anschließend malt das Brautpaar ein Herz auf die Fläche, schneidet dieses aus und steigt Hand in Hand durch die...

Hochzeitsbrauch – Dosenlärm und Autokorso

In einem unbemerkten Moment können Freunde und Verwandte leere Dosen und andere lärmerzeugende Gegenstände an das Auto des Brautpaares binden. Der Krach beim Fahren wird vom Hupen der restlichen Autos unterstützt. Häufig wird das Auto des Brautpaares zusätzlich mit einem Strauß auf der Kühlerhaune verziert. So soll der ganzen Welt gezeigt...

Hochzeitsbrauch – Blüten-Anstecknadel

Eine schöne Tradition ist es, den Bräutigam mit einer Blüten-Anstecknadeln zu versehen, die in ihrer Farb- und Formgebung auf den Haarschmuck der Braut abgestimmt ist. Darüber hinaus kann eine reduzierte Variante auch an alle Hochzeitsgäste verteilt werden, um dem Zusammengehörigkeitsgefühl der Hochzeitsgesellschaft Ausdruck zu verleihen.

Brautstrauß

Wenn die Braut nach dem Besuch des Standesamtes oder der Kirche den Brautstrauß rückwärts in die Menge der weiblichen Hochzeitsgäste wirft, wird nach der Überlieferung die Fängerin als Nächste heiraten. Sollte die Menge beim Anflug des Straußes allerdings auseinanderstreben, bringt dies Unglück. Eine moderne Variante ist das Werfen des...

Brautschuhkauf und Glückspfennig

Der Brautschuhkauf mit Pfennigstücken hat ebenfalls eine lange Tradition. Seine Herkunft ist jedoch nicht eindeutig geklärt. Manche behaupten, dass sich weniger gut betuchte Menschen die kostspieligen Brautschuhe einfach „Pfennig für Pfennig“ vom Munde absparen mussten, andere sehen in dem beharrlichen Sammeln der Braut einen Beweis für...

Hochzeitsbrauch – Baumstammsägen

Nach dem Standesamttermin oder dem Kirchenbesuch wird dem Paar eine Bogensäge überreicht, mit welcher ein aufgebockter Baumstamm gemeinsam zersägt werden soll. Dabei wird das Paar von den Umstehenden nach Kräften angefeuert. Dieser süddeutsche Brauch symbolisiert die Strapazen des Lebens, die das Paar fortan zusammen bewältigen soll.

Polterabend

Am Vorabend der Hochzeit wird der Polterabend gefeiert. Er ist ein zwangloses Beisammensein, bei dem sich das Brautpaar ein letztes Mal „in Freiheit“ amüsiert. Zu diesem Zweck wird zuvor im Bekanntenkreis gesammeltes Geschirr lautstark kaputtgeschmissen, um den Abschied vom alten Leben gebührend zu feiern.

Hochzeitsbrauch – Schmuckverzicht

Häufig wird der Braut nahegelegt, am Hochzeitstag auf Schmuck zu verzichten, da sie nicht mittels Blendwerk schön sein, sondern durch ihre natürliche Schönheit bezaubern soll. Außerdem soll der Ehering allein den Körper der Braut zieren. Eine Ausnahme bilden hier Blumen und Perlen, die als rein und unschuldig gelten.

Über die Türschwelle tragen

Im Volksglauben lauern die bösen Dämonen an der Türschwelle, um beim Überschreiten derselben nach der Braut zu greifen um ihr Unglück zu bescheren. Von einem treusorgenden Ehemann wird nach wie vor erwartet, dass er dem zuvorkommt und seine Angetraute über die Schwelle trägt.
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